Gasmesstechnik I

Halbleiter Gassensoren

 

Ziel

Einführung in die Gasmesstechnik, den Aufbau und die Wirkungsweise von Gassensoren mit dem Fokus auf Halbleiter-Gassensoren, klassische und innovative Methoden der Signalauswertung sowie beispielhafte Darstellung industrieller Anwendungen. Ein intensiver Gedanken- und Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander wird angestrebt.

 

Inhalt

Gassensoren, die auf unterschiedlichsten, chemischen und physikalischen Prinzipien basieren, sind mit einem fast unüberschaubaren Variantenreichtum am Markt verfügbar. Neben etablierten gibt es viele neue Sensorprinzipien, die sich auf dem schnellen Weg aus der Grundlagenentwicklung heraus in die Anwendung hinein befinden. Das Einsatzspektrum dieser Sensoren reicht von der klassischen Sicherheitstechnik (Explosions-, Vergiftungsschutz, Brandmeldetechnik) über die Komfort- und Klimasteuerung sowie die Medizintechnik bis zur Qualitätskontrolle in der Lebensmittelindustrie. Gassensoren decken Massenmärkte mit großen Stückzahlen, z. B. die automatische Umluftklappe im Pkw, ebenso ab, wie applikationsspezifische Sonderlösungen. Im Vergleich mit physikalischen Sensoren ist der Einsatz und der Betrieb, insbesondere die korrekte Auswertung der Messsignale, im Falle chemischer Gassensoren wegen der Anforderungen an die Selektivität und Stabilität dieser Sensoren wesentlich schwieriger. Die Gassensoren müssen daher auf die jeweilige Anwendung maßgeschneidert angepasst werden, wobei umfangreiche theoretische und technische Kenntnisse sowie praktische Erfahrungen erforderlich sind. Das Seminar führt zunächst in die Grundlagen der Gassensorik und Gasmesstechnik ein und stellt typische Anwendungen und die maßgeblichen Sensorprinzipien vor. Ausführlicher werden Halbleiter-Gassensoren, insbesondere auf der Basis von Metalloxiden, diskutiert, die einerseits durch niedrige Herstellungskosten und hohe Empfindlichkeit, aber andererseits durch geringe Selektivität und Stabilität gekennzeichnet sind. Um das Problem der Selektivität in den Griff zu bekommen, wurden sog. elektronische Nasen entwickelt, die durch eine Bündelung unspezifischer Sensoren bzw. bei dynamischem Betrieb einzelner Sensoren kombiniert mit Musterverarbeitung höhere Erkennungsleistungen ermöglichen. Die für diese Signalverarbeitung eingesetzten, mathematischen Methoden (PCA, LDA, künstliche neuronale Netze, Fuzzy-Logik) werden kurz besprochen. Abgerundet wird das Seminar durch die Vorstellung von Anwendungsbeispielen aus der industriellen Praxis (z. B. Umluftklappe,  Branderkennung) sowie aus der laufenden Forschung (z. B. Leckage-Erkennung in der Qualitätssicherung, Tanksensor).

Download Seminarflyer inkl. Anmeldeformular

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt, um u.a. einen intensiven Dialog der Teilnehmer untereinander sowie mit den Referenten zu ermöglichen.

Die im Flyer ausgewiesene Anmeldefrist von 2 Wochen zum Termin ist als Orientierungshilfe zu verstehen. Sofern noch Plätze verfügbar sind, ist eine Anmeldung auch später möglich.

Datum

05.10.2010

Zeit

09:30–17:30

Ort

Das MutterHaus
Geschwister-Aufricht-Straße 1, 40489 Düsseldorf, Düsseldorf

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. A. Schütze

Standardpreis

450.00 EUR

Preis für AMA-Mitglieder

400.00 EUR

Freie Plätze

ja